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WIRTSCHAFTEN?

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Was ist die Gesellschaft

In der Biologie haben sich komplexe Organismen aus dem symbiotischen Zusammenschluss von Einzellern bzw. einfachsten Organismen entwickelt. Diese Zusammenschlüsse haben sich zu selbstständigen Lebewesen mit strenger Aufgabenteilung und artenspezifischen Überlebens- und Fortpflanzungsstrategien entwickelt.

Da die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft denselben Mechanismen folgt wie die Entwicklung eines jeden anderen vernetzten Systems, ist der Vergleich mit einem Organismus nicht abwegig. Wenn wir unsere Entwicklungsgeschichte runterbrechen auf die Entwicklungsstadien eines einzelnen Menschen, und dieser Vergleich ist aus naheliegenden Gründen erlaubt, sind wir ein Kleinkind, das sich zwar langsam als Teil des Gefüges gegenseitiger Abhängigkeit begreift, sich aber immer noch im Zentrum dieser Ordnung wähnt.

Unsere Gesellschaft hat sich sehr ähnlich einem komplexen Organismus, jedoch abgekoppelt vom restlichen Leben der Flora und Fauna, entwickelt. Sie scheint vernetzt als eigenständiges, der Natur übergestülptes System, das zwar von der Natur, aber nicht mit oder gar für die Natur existiert (diese Art von Existenz nennt man einen parasitär; symbiotisch lebt es sich definitiv dauerhafter). Diese Struktur als komplexes Netzwerk selbstständiger Individuen benötigt, wie jeder Organismus, ein Versorgungssystem, um seinen Individuen die Selbsterhaltung zu ermöglichen, z. B. die Versorgung mit Nährstoffen oder der Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen. Den Geldkreislauf möchte ich, wie im im Folgenden erklärt, mit dem Blutkreislauf vergleichen, das Nervensystem mit dem Internet.

Geld als Symbol für Ressourcen

Unter Ressourcen ist zu verstehen, was ein Mensch zur Befriedigung seiner Bedürfnisse als Ware oder Dienstleistung erwerben kann.

Im Grundgedanken wird Geld durch das Erbringen von Leistung (z. B. als Arbeiter oder Dienstleister) oder die Vermittlung von Ressourcen erworben und symbolisiert damit jede potentiell käufliche Ware oder Dienstleistung. Dies war notwendig, da bei höherer Komplexität des gesellschaftlichen Systems nicht jede spezielle Leistung direkt in eine begehrte Ressource getauscht werden konnte. Geld hat sich daher bei höherer Systemkomplexität zu einem universalen Tauschmittel entwickelt, das den Individuen ermöglicht, sich gemäß seiner Möglichkeiten zu versorgen. Im Grundgedanken stellt Geld also ein durch Leistung aufgeladenes Potential dar. In dieser Art verwirklicht, kann das System Geld ein perfektes sein, um die Beteiligten desselben zu versorgen, da Geld potentiell in jede notwendige Ressource (mit gewissem Wertverlust) getauscht werden kann.

Die allgemeine Lebensqualität einer Gesellschaft, wird mit der konsumierten Menge an Produkten, die über den lebensnotwendigen Bedarf hinausgeht, propagiert (z. B. durch Werbung). Damit erweckt das Potential des Geldes in vielen Menschen eine Vorstellung der Möglichkeiten also Wünsche, die mit verfügbarem Geld verwirklicht werden könnten. Diese Vorstellungen lösen oft Begehren aus, die weit über die lebenserhaltenden Notwendigkeiten hinausreicht. Je stärker ein Mensch eine Notwendigkeit in Ressourcen sieht, die nicht der Lebenserhaltung dienen, desto größer ist seine Abhängigkeit vom versorgenden System.

Da Geld vor allem dem Erwerb lebensnotwendiger und die Lebensqualität steigernde Ressourcen dient, ermöglicht es damit auch Macht über einzelne Menschen, die Gesellschaft bzw. das System im Ganzen. Mehr Geld bedeutet daher auch mehr Einfluss auf das System oder anders ausgedrückt: Je stärker der Fluss des Geldes beeinflusst werden kann, desto größer ist die Einflussnahme auf das System.

Steuerung der Gesellschaft

Ein Gesellschaft kann durch massenhafte Einflussnahme auf deren Individuen gesteuert werden.
Verschiedene psychologische Anteile können dazu genutzt werden.
Z. B.:

Aufgabe von Unternehmen

Unsere Wirtschaft hat sich entwickelt aus dem egoistischen Überlebensbedürfnis einzelner Individuen, wobei sich z.B. Berufe als Produzenten, Verteiler, Dienstleister, Reparateur, Entwickler und Verwalter spezialisiert haben. Umfangreichere Leistungen können nur im Verbund mehrerer Individuen verwirklicht werden, was die Organisation der Arbeit in einem Unternehmen erfordert.

Unternehmen werden als Knotenpunkte des Netzwerkes gegründet, mit dem primären Ziel den Wechsel von Leistung nach Geld und umgekehrt zu ermöglichen, also Umsatz und letztendlich Gewinn zu erwirtschaften. Sie haben übergeordnet, als Teil des Netzwerkes, die Aufgabe, dem Individuum die Möglichkeit zu geben, sich an das System anzubinden, um sich als Teil von diesem mit Geld zu versorgen (bzw. die Gesellschaft mit den vom Unternehmen angebotenen Ressourcen). Zu diesem Zweck werden Individuen Teil eines Unternehmens, das es ihnen ermöglicht, eine zu entgeltende Leistung in das System einzuspeisen.

Heutzutage, zumindest lehren so die meisten Wirtschaftsschulen, ist Aufgabe von Unternehmen die Gewinnmaximierung. Da, gemäß herkömmlicher Formel, Gewinn die Einnahmen abzüglich der Kosten darstellt und Lohnkosten (oder andere Entgelte) die Gewinne schmälern, kann ein Unternehmen nach heutiger Denkungsart seine versorgende Aufgabe nicht hinreichend übernehmen. Um den Gewinn eines Unternehmens zu steigern, muss den Leistungserbringern zwangsläufig das ihm gewissermaßen zustehende Entgelt (das Potential ihrer Leistung) gekürzt werden.

Diese Kürzung ist im erforderlichen Rahmen notwendig, um alle Beteiligten, die nicht direkt mit der Wertschöpfung befasst sind, versorgen zu können. Dazu zählen vor allem administrative (z. B. Politik oder Unternehmensverwaltung und -management) oder entwickelnde (z. B. Forschung und Investition) Tätigkeiten.

Eine Kürzung zum Zwecke der reinen Gewinnmaximierung ist natürlich zwecklos. Das erworbene Geld muss ausgeschüttet oder investiert werden, allerdings nur um den Bestand bzw. das Wachstum des Unternehmens zu ermöglichen. Insbesondere die Ausschüttung an Unternehmensbeteiligte in diversen Formen (Schulddienst, Aktienbeteiligung, …) ist die leistungslose Übertragung von Wertpotential. Diese leistungslos übertragenen Geldwerte stellt heutzutage einen exorbitanten Anteil der Geldaufwendungen dar und muss an anderer Stelle von Leistungserbringern erzeugt werden.

Hier liegt eine Enteignung der Kontrollgremien an den Leistungserbringern vor, die gesetzeskonform ausgeübt werden darf.

Entgeltung

Warum ist es möglich, dass die Leistungserbringer um die von Ihnen erzeugte Wertschöpfung gebracht werden können? Weil der Wert also die Bezahlung der Arbeitskraft, den Marktregeln von Angebot und Nachfrage folgend, von der Nachfrage nach der zu erbringenden Leistung sowie der Menge an angebotener Leistung bestimmt wird.

Unternehmensgründer bzw. in komplexeren Unternehmensstrukturen die entsprechenden Gremien (Kontrollrat, Aufsichtsrat, …) haben, da sie an der Schaltstelle des Knotenpunktes sitzen, u.A. die Möglichkeit den Geldfluss zu steuern. Auch wenn heutzutage das Verhältnis zwischen Leistungserbringern und Kontrollgremien gesetzlich besser geregelt ist, unterliegt dieses Verhältnis weiterhin den beschriebenen Regeln des Marktes. In heutiger Zeit, ändert die gesetzgebende Instanz, die von unseren Vorvätern erkämpften gesetzlichen Regelungen zugunsten der Gewinnmaximiereung von Unternehmen. In vielen Weltgegenden, mit hoher Korruption oder ungenügenden Kontrollmöglichkeiten (oder beidem), schlägt dieses Marktgesetz voll durch und mündet in  Versklavung. Frühere Formen der Versklavung basierten auf Gewalt, heutige auf Abhängigkeit von lebensnotwendigen Ressourcen.