THE ART OF KAIC adm

Ich will dir meine Geschichte von Gott erzählen.

Am Anfang war Gott allein und nur bei sich. Doch genauso so wie es uns Menschen schwer fällt, nur für uns zu sein und uns ein Gegenüber wünschen und etwas, weshalb wir sind, das ist ein Teil der göttlichen Seele in uns, wollte auch Gott nicht länger nur um sich selbst da sein. So hatte Gott die Idee, sich eine Aufgabe und einen Spiegel zu bauen. Doch da nichts ist außer Gott, nahmen Gott in seinen Gedanken Gestalt an und formte das Universum aus sich, so dass Gott in allem ist, was ist. Gott freut es, sich eine Gestalt gegeben zu haben und betrachten zu können. Gottes Bau am eigenen Werk ist nie beendet und wird nie beendet sein. Gottes Schöpfung, die Gott selbst ist, entwickelt sich daher in einem fort. Die Formen die sich in Gottes Schöpfung ergeben, sind Ausdruck einer Ordnung, die sich durch die Manifestung Gottes ergibt. Darum ist die Welt Schön, darum hat ein Fels die Form eines Felsens und darum sind in einem Organismus die Organe mit ihrer Aufgabe genau an ihrer Stelle.

Weil jedoch in allem was ist, Gott ist und Gott sich aus sich selbst entwickelt hat, begann auch Gottes Schöpfung sich aus sich selbst heraus zu wandeln. In Gottes lebendigem Geist entwickelte sich das Leben. Individuen, die alle, mit Gottes Gabe ausgestattet, eine eigene Existenz führten. Vielerlei Leben entwickelte sich und wiederum war es Gott eine Freude, mit anzusehen, wie das göttliche die Schöpfung zum Leuchten brachte und mit Leben erfüllte. Diese Freude Gottes ist es, die wir spüren, wenn wir lieben.

Eine der besonderen Schöpfungen die Gott war, war der Mensch. Und so wie Gott es gewollt hatte, in seiner Schöpfung, seinen Spiegel zu erschaffen, so hatte der Mensch ein Selbst, eine eigene Existenz und war doch Gott, weil der Mensch in Gott und durch Gott, in der Schöpfung wuchs und sich entwickelte.

Gott musste feststellen, dass diese Schöpfung sich dem göttlichen Willen gemäß zu einem Wesen entwickelte, das sich dank der Gottesgaben zu einem Wesen entwickelte, das sich wie Gott selbst erkennt und fragt, "wer bin ich", "was will ich" und "warum bin ich". Doch weil die Menschen nicht Gott, sondern göttliche Schöpfung sind, können sie nicht verstehen, dass sie, die Welt und die gesamte Schöpfung, wie Gott selbst, ursprungslos und ohne Grund sind. Bisher war jedes leblose und lebendige Geschöpf glücklich damit gewesen, in das Licht der Schöpfung zu erleben und selbstbestimmte Wege beschreiten zu dürfen. So wie Gott sich die eigene Welt gebaut hat, die Gott selbst ist, gingen die Menschen, vor dieselbe Wahl gestellt, denselben Weg. Doch im Gegensatz zu Gott konnten sie nur bedingt aus sich selbst schöpfen und mussten sich so also eine Welt aus dem erschaffen, was Gott ihnen gegeben hatte. Es war Gott eine Freude, zu sehen, wie der Mensch aus sich selbst heraus Dinge erschuf und sich dabei Gottes Gaben zu Nutze machte.

Doch mit der Lust am Erschaffen erwachte dem Menschen ein weiterer Wunsch. Menschen können, wie Gott, erschaffen, denn Menschen sind Gott, weil aus ihm geschaffen. Der Unterschied der Menschen zu Gott ist jedoch, dass Gott seine eigene Existenz ist, während die Werke der Menschen nicht sie selbst, sondern etwas Äußeres von ihnen sind. Diese Freude der Menschen an ihren Werken begründet ihnen ihre Existenz und sie sind damit zufrieden. Doch wo die Menschen früher, so wie alle Wesen, sich stets ihres Seins in Gott bewusst und genug waren, vergaßen sie über ihren Werken, dass nicht sie, sondern Gott der Schöpfer ist. Da ihnen Gott damit verloren gegangen war, klammern sie sich an ihre Schöpfungen, im Glauben, von Gott verlassen zu sein und füllen diese innere Leere mit dem Glauben an die Größe ihrer Schöpfung und damit die Größe ihrer selbst. Das Entäußerte gab den Menschen ihren Glauben an die Sinnhaftigkeit ihrer Existenz zurück.

Je weiter sich ein Mensch über sich selbst hinaus erstreckt, desto größer ist ihm die Bestätigung seiner selbst. Doch je mehr ein Mensch über sich selbst hinauswächst und je größer sein Werk und gesellschaftlicher Einfluss wächst, entdeckt er jedoch stets etwas, das nicht er ist und weckt damit seine Zweifel an sich selbst. Gott sah den verzweifelten Kampf der Menschen und sann darauf, wie ihnen zu helfen sei.

Gott offenbarte sich den Menschen durch die Schöpfung, weil alles was Gott ist, auch die Schöpfung ist. Doch Gott musste zu den Menschen durch einen der ihren sprechen, weil gerade das, was die Menschen nicht selbst sind, sie an sich selbst zweifeln lässt. Er sprach zu ihnen, indem er sich zeigte.

Doch wie Menschen sind, verstand ein jeder diese Botschaft anders. Verschiedene redeten über ihre Begegnung mit Gott und die Zuhörer trugen seine Botschaft weiter und über die Jahrtausende wurde die Botschaft verändert und gemäß dem menschlichen Selbstverständnis angepasst. So wurden Häuser gebaut, in denen man sich Gott zuwenden kann, es wurden Symbole eingerichtet an die man sich erinnern kann, es wurden Vertreter ernannt, durch die Gott sprechen sollte. Über die Jahrtausende wurde die Botschaft, dass Gott allem innewohnt, dass Gott in jedem Wesen lebt und der Mensch in der Lage ist, sich in seiner Einheit mit Gott zu erkennen, verändert und veräußert.

Die Menschen richteten damit wiederum ihren Blick auf die Hülle, nicht auf das Wesen. Und Gott entwicklte einen anderen Weg, die Menschen zu sich selbst zurück zu führen. Die Fähigkeit des klaren Geistes, sich selbst zu schauen. Wie der Blick auf den Grund eines klaren stillen Sees.

Wer dort hinschaut, wird Jesus sehen. Jesus ist der Mensch. Symbol für den Menschen an sich, genagelt an das Kreuz, die 4-Dimensionalen Welt. Jesus Leiden ist das Leiden in welches der Mensch durch seine irdische Geburt geworfen ist. Dem Menschen ist von Geburt an die Angst vor dem Untergang, bedingt durch seine körperliche Existenz, inhärent. Damit verbunden, der zeitlebens währende Kampf ums überleben und der Selbstbehauptung.

Die Angst ist jenen fremd, die sich selbst als Teil von Gottes Natur sehen können. Denn sterben kann nur die körperliche Existenz und der in diesem Leben gebildete Geist, denn Gott kann nicht sterben.